Frauen und mein Vater

Die eine Frau, meine Mutter, will plötzlich nach mehr als zwanzig Jahren wieder anfangen zu arbeiten. So das die Gefahr besteht das wenn er nach Hause kommt, das Essen, sein Lieblingsessen nicht frisch gekocht auf dem Tisch steht. Das es ihm so ergeht wie seinen Arbeitskollegen, die ihr Essen abends in der Mikrowelle erhitzen müssen, so das eine Mischung aus Krypton und Plastik-Essen, wie er es stets nennt aus dem Maul der Mikrowelle ausgespien wird.

Dann seine Älteste, meine geliebte Schwester Miriam, zieht aus um Medizin und nicht wie er will Architektur zu studieren.

Seine mittlere, meine Wenigkeit, folgt ihm auch nicht und studiert Literatur, Literatur was willst du denn damit machen. Ich studiere im Nebenfach auch noch Wirtschaft, aber das interessierte ihn auch nicht.

Seine jüngste ist in der Pubertät und schleppt jede Woche einen anderen Jungen an mit dem sie dann auf ihr Zimmer verschwindet wohin mein Vater den beiden dann folgt um ihr die Meinung zu geigen. Den Jungen rauszuschmeißen und meiner kleinen Schwester Carolin Hausarrest zu verpassen.

Gut es mag eine neue Erfahrung für ihn sein, das plötzlich Jungen in seinem Haushalt herumtollen wohingegen seine beiden großen, die mittlere und die große, stets brav in solchen Dingen waren.

Tja und die letzte Frau brach ihm kurzzeitig das Genick.

Ich hatte es geahnt, aber nicht gewusst. 

Mein Vater hatte eine Geliebte, für die er sogar ein Apartment geplant und errichtet hatte. Ein neues Nest.

 

23.1.09 16:33

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